Zum dritten Todestag von Detlef Rochner

Das Warum unterliegt, wie meist, der subjektiven Sichtweise des Einzelnen. So bleibt rein das Geschriebene wahrzunehmen. Davon gibt es aus Detlef Rochners Feder eine ganze Menge im Internet nachzulesen.

Detlef Rochner, Berlin

 

Viele Artikel sind quer durch das Internet Universum verstreut. Nicht alles im Leben lässt sich automatisch übernehmen, bedarf einer persönlichen Aktion. Wie auch Detlef Rochner auf sehr individueller Weise seine Umgebung in die textliche Welt des Digitalen konvertierte. Sein Tempo liesse sich durchaus auf musikalische Ebene transferieren. Wo andere sich eher im gemächlichen Moderato übten, gab Detlef ein Vivace vor und wechselte ebenso gern auf die Presto Spur über. Seine resolute und überaus direkte Art traf keineswegs auf durchgängige Gegenliebe. Stakkatoartig prasselten seine Gedanken durch das Internet und auf die Empfänger nieder. Heute noch versprühen seine Text eben diese Leidenschaft, andernorts unerwünschten Realitäten in das Rampenlicht der Gesellschaft zu rücken.

Seit Detlef Rochner am 16. Juli 2007 die Bühne verliess, hat sich an den sozialen Lebensbedingungen defakto nichts positives geändert. Im Gegenteil, das soziale Gefüge wird weiterhin demontiert. Stück für Stück entfallen wichtige Bestandteile einer solidaren Gemeinschaft. Um so mehr sind Detlef Rochners Beiträge aktueller Natur, zeigen auf die fortgesetzte Zementierung unsozialer Politik im Schatten wirtschaftlicher Interessensgruppen.

 

16. Juli 2010 detlev bischof

archiv-foto: berlin-unzensiert.de

Sozialaktivist Detlef Rochner ist tot vom 22. Juli 2007

Twitter detlevbischof